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Donnerstag, 3. September 2009

Kooperation mit Gesamtschule erweitert

Wir sind schulische Partner in Klarenthal - Grundschule und Integrierte Gesamtschule arbeiten bereits seit Jahrzehnten zusammen. Nun fand eine bemerkenswerte Erweiterung statt: Die Hans- und Sophie-Schule erklärte sich bereit, SchülerInnen unserer Schule zu beschulen, die aufgrund ihrer Sonderbegabungen Klassenstufen überspringen, aber als Schüler in der Grundschule verbleiben. Dieses kleine organisatorische Meisterwerk gelang ohne große Diskussion durch die bemerkenswerte Bereitschaft von Herr Direktor Degenhardt. A. aus der Klasse 4a nahm heute den Mathematikunterricht in der Klasse 5e auf. Damit wurde ein weiterer Schritt unserer Hochbegabtenförderung vollzogen.

Mittwoch, 2. September 2009

Mangelnde Schwimmkenntnisse

Heute gehört es immer weniger zu den familiären Tugenden, ihren Kindern schon frühzeitig das Schwimmen beizubringen. Das ist zwar bedauerlich, aber aus schulischer Sicht Anlass einer nicht zu unterschätzenden Überforderung.
Zum Beginn des Schwimmunterricht ermitteln wir die Schwimmleistungen der Kinder, um die Ausgangsleistungen zu bestimmen und Niveaugruppen zu bilden. Das Verhältnis von Nichtschwimmer zu Schwimmer in diesem Jahr: 45 : 6. Mit anderen Worten - wir müssen ganz von vorn beginnen, vielfach bei der Wassergewöhnung. Manche Kinder waren noch nie im Schwimmbad und haben entsprechende Angst vor dem Wasser.
Da kommen große Aufgaben auf uns zu. Mal sehen, wie weit wir im Laufe des Schuljahres kommen werden. Immerhin haben wir so mehr Anlass zur Freude, wenn ein Kind mal wieder nach langen Anstrengungen das Seepferdchen geschafft hat.
Ein kleiner Spaß am Rande: Christiane behauptete, sie könne schon Fahrradschwimmen. Auf die Frage, was das denn sei, kletterte sie auf den Beckenrand und strampelte munter mit den Beinen. "Das ist Fahrradschwimmen!" erklärte sie munter. Naja, das kann sie immerhin.

Dienstag, 1. September 2009

Konzert für Oboe und Orgel

Ich möchte Sie herzlich einladen zu einem außergewöhnlichen Konzert für Oboe und Orgel, das wir gemeinsam mit dem Förderverein der Carl-von-Ossietzky-Schule und dem Kulturamt der Stadt Wiesbaden veranstalten.

Am Sonntag, 6. 09.2009, 19.30 Uhr, spielen Laura Jung und Lorenzu Da Rio im Evangelischen Gemeindezentrum; Graf-von-Galen-Straße 32, Werke von Besozzi, Vivaldi, Telemann u.a.

Frau Jung und Herr Da Rio waren einstmals Schüler der Klarenthaler Schule und haben eine beachtliche, von vielen Auszeichnungen gekrönte musikalische Entwicklung genommen.
Es ist deshalb eine besondere Freude, sie für ein Konzert in Klarenthal gewinnen zu können.
Es wäre sehr schön, wenn Sie sich die Zeit und das Interesse erübrigen könnten.
Der Eintritt ist frei.

Migrationsbeauftragte der Polizei




Frau Döndü Yazgan und Herr Abdellah Amrouch, die beiden Migrationsbeauftragten des Polizeipräsidiums Westhessen, besuchten heute die Schule, um ihre Arbeit zu erläutern und einen Informationselternabend für unsere türkischen und marokkanischen Eltern vorzubereiten.

Ihre umfangreichen Aufgaben:
 Aufklärung der nichtdeutschen Mitbürgerinnen und Mitbürger über Aufgaben, Rechte und Pflichten der Polizei
 Unterstützung polizeilicher Maßnahmen durch soziokulturelle Hintergrundinformationen
 Beratung und Betreuung ratsuchender nichtdeutscher Mitbürgerinnen und Mitbürger bei allen polizeispezifischen Angelegenheiten
 Beratung von Jugendeinrichtungen und Schulen bei Jugendgefährdungen und -verfehlungen
 Familienintervention, Betreuung und Beratung von gefährdeten Kindern, straffällig gewordenen Jugendlichen und Heranwachsenden
 Zusammenarbeit mit allen in der Migrations- und Integrationsarbeit tätigen Organisationen
 Vermittlung interkultureller Kompetenz
 Schlichtung bei interkulturellen Konflikten
 Betreuung von Nichtdeutschen als Opfer und Zeugen
 Abbau von Vorurteilen

Am Donnerstag, 29. Oktober 2009, werden sie um 19.30 Uhr in der Aula zum Thema "Bildung und Leben in der deutschen Kultur" sprechen und anschließend mit den ZuhörerInnen diskutieren.
Wir werden Sie alle vorher rechtzeitig weiter informieren. Wenn Sie schon vorab mit den beiden Beauftragten Kontakt aufnehmen wollen:
Frau Yazgan ist unter 06113451623 und Herr Amrouch unter 06113451622 telefonisch erreichbar.

Bundesjugendspiele: HelferInnen gesucht

Die Bundesjugendspiele sind ohne die Mitwirkung aktiver Eltern nicht durchführbar. Wir suchen aus diesem Grunde MitarbeiterInnen, die sich am 25. September 2009, in der Zeit von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr bei gutem Wetter zur Verfügung stellen. Ihre Aufgabe besteht darin, bei der Zeit- und Weitenmessung mitzuwirken.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Lehrkraft Ihres Kindes. Eine Einweisung erfolgt.

Unfallverhütung in der Schule


Die Hessische Gemeindeunfallversicherung sichert den Schulbesuch unserer SchülerInnen versicherungsrechtlich ab. Sie ist aber nicht nur für Schutz und Hilfe zuständig, sondern auch für Vorsorge und Unfallverhütung.
Zum Schuljahresanfang sind zwei beachtenswerte Artikel erschienen, zu der unser Link verweist.

Pressebericht zur Bio-Box-Aktion



Die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule in Klarenthal sind eifrig dabei, die vielen Brotboxen zu packen, die heute in den Schulen verteilt werden soll. Foto: RMB/Heiko Kubenka

In den Wiesbadener Tageszeitungen erschienen heute die Berichte zur Biobox-Aktion 2009.

Aus dem WIESBADENER TAGBLATT:

Paketdienst bringt die Bio-Kost von Anja Baumgart-Pietsch

BROTBOX Gesundes Frühstück für die Erstklässler/Richtige Ernährung soll Kult werden

Vollkornbrot, Möhren, Müsli, Rosinen, Tee, ein Vanille-Drink, Leberwurst und zwei Gutscheine: Einen Liter Milch und zwei Eintrittskarten für ein Heimspiel des SV Wehen können rund 4000 Erstklässler in Wiesbaden und im Rheingau-Taunus-Kreis einlösen. Das alles ist der Inhalt der "Bio-Brotbox 2009", die von zahlreichen Unternehmen der Naturkostbranche gesponsert wird.

Die gelbe Box, so wünschen sich die Organisatoren, soll auch danach noch mit gesundem Frühstücks-Inhalt für die Kinder gefüllt werden. Viele Kinder kommen ohne Frühstück zur Schule, andere behelfen sich mit Kiosk-Ware. Damit schon in jungen Jahren der Grundstein für eine gesunde Ernährung gelegt werden kann, hat 2002 die ehemalige Bundes-Verbraucherministerin Renate Künast dieses Projekt initiiert. Es ist ein großer Erfolg geworden: Waren es im Gründungsjahr noch 23000 in Deutschland verteilte Brotboxen, können in diesem Jahr 166500 gelbe Behälter an Grundschüler in allen Bundesländern ausgegeben werden.

In Wiesbaden packten gestern Schuldezernentin Rose-Lore Scholz und Rheingau-Taunus-Landrat Burkhard Albers gemeinsam mit Langstrecken-Schwimm-Weltmeisterin Angela Maurer und vielen Schülern in der Klarenthaler Geschwister-Scholl-Schule genau 4062 Boxen, die heute in 69 Grundschulen verteilt werden. "Es muss in den Schulen Kult werden, sich gesund zu ernähren", wünschte sich die Schuldezernentin, die davon überzeugt, ist, dass man mit solchen Aktionen Denkanstöße in die richtige Richtung geben kann.

Das sagte auch Landrat Albers, der darauf hinwies, dass an vielen Ganztagsschulen bereits auf das gesunde Mittagessen Wert gelegt werde. Nun könne man auch noch das entsprechende Frühstücks-Verhalten mit trainieren. "Wenn wir das schon den Kindern zeigen, dann sind später nicht mehr aufwändigeDie Schüler der Geschwister-Scholl-Schule in Klarenthal sind eifrig dabei, die vielen Brotboxen zu packen, die heute in den Schulen verteilt werden soll. Programme der Krankenkassen nötig, um den Erwachsenen das zu vermitteln", hoffte der Landrat. Angela Maurer, selbst Mutter eines kleinen Sohnes, unterstützte die Aktion gerne. "Ein abwechslungsreiches Frühstück halte ich für besonders wichtig"", sagte die Leistungssportlerin, die auch auf die Vorbildfunktion der Eltern für ihre Kinder hinwies.

Am heutigen Dienstag wird ein Paketdienst die Brotboxen an alle Schulen ausliefern - auch dies wird gesponsert - und die Erstklässler mit dem gesunden Inhalt erfreuen. Damit sind bereits 40 Initiativen in ganz Deutschland Unterstützer dieses Projektes, das zeigen soll, dass gesunde Ernährung Spaß macht und eigentlich ganz einfach geht.

Islamische Feiertage

Das Hessische Kultusministerium teilt die verbindlichen islamischen Feiertage im Schuljahr 2009/2010 mit:

Fest des Fastenbrechens (Idul Fitr, Seker Bayrami, Ramadan Bayrami) am 20. September 2009

Opferfest (Idul Adha, Kurban Bayrami) am 27. November 2009.

An diesen Tagen sind die Schüler vom Unterricht freigestellt, ohne dass ein Antrag erfolgen muss. Aufgrund unterschiedlicher Rechtsschulen des Islams und ihrer kalendarischen Umrechnung können die Daten um einen Tag variieren.
Eine Unterrichtsbefreiung - egal nach welcher Regelung - gilt nur für einen Tag.

Montag, 31. August 2009

Bio-Box-Spektakel









Wie Profis eine Good-Will-Aktion zur Ernährungserziehung durchführen, war heute anschaulich in der Schule zu beobachten. Schon seit Tagen füllte sich die Schule mit Paletten voller Nahrungsmittel und Plastikboxen, die für die große Schulfrühstückaktion am morgigen 1. September benötigt wurden. Über 4000 Boxen mussten bestückt und in über 120 Karton verpackt werden, die dann in aller Frühe ihren Weg in die Grundschulen Wiesbadens und des Rheingau-Taunis-Kreises finden.
Die Aula war zu einer kleinen Ladestation mit zwei "Bandstraßen" umgerüstet worden, und in Fließbandarbeit füllten sich die Boxen mit Vollkornbrot, Leberwurst, Müsli, Sojamilch, Karotten etc. Oben drauf wurden noch zwei Freikarten für ein Spiel von Wehen-Wiesbaden gelegt. Hoffentlich hilft's.
Michael St., ehemaliger Schüler der Schule und Spieler des Vereins, war ebenso unter den Packern wie seine kleine Schwester Julia. Gemeinsam mit den fleißigen Kindern der Klasse 4c legten sie sich mächtig ins Zeug.
Gegen 11.00 Uhr fanden sich viele Prominente in der Schule ein, die als SchirmherInnen und Sponsoren die Aktion stützen und finanzieren: Landrat Albers aus dem Rheingau-Taunus-Kreis, Frau Schuldezernentin Scholz, unsere neue Schulamtsdezernentin Brand und nicht zuletzt Frau A. Maurer, unsere Weltmeisterin im Langstreckenschwimmen, die alle gesund frühstücken.
Ein großer Pressepulk hatte sich eingefunden: Alle Wiesbadener und Frankfurter Zeitungen waren vertreten, dazu ein Team von RTL.
Alle dokumentieren die gesundheitsbewußte Arbeit an der Geschwister-Scholl-Schule, der am 18. September das Zertifikat "Gesundheitsfördernde Schule" verliehen wird.
Dazu sind alle Eltern schon heute herzlich eingeladen.

Neue Früchtekorb-Verteiler


Mit dem neuen Schuljahr werden auch wichtige Aufgaben zur Schülerselbstverwaltung vergeben. Heute stellen wir die beiden Verantwortlichen für die unverzichtbare Frühstücksergänzung -den Früchtekorb - vor. Zur Erinnerung - Täglich erhalten rund 200 Kinder unserer Schule Obst, welches das gesunde Frühstück ergänzt.
S. und A. aus der Klasse 4b haben sich schnell in ihre verantwortungsvolle Aufgabe eingefunden. Jetzt arbeiten wir noch daran, dass sie sich nicht bereits um 7.15 Uhr in der noch menschenleeren Schule einfinden, um mit ihrer Arbeit zu beginnen.

Sekretariat nicht besetzt

In der Woche vom 31. August bis 4. September 2009 ist das Sekretariat nicht in der gewohnten Weise besetzt. Die Schulleitung wird jede freie Minute im Amtszimmer verbringen, um dennoch Ihren Wünschen nachkommen zu können.
Wir bitte um Verständnis, wenn ein Kontakt nicht auf Anhieb klappt

Sonntag, 30. August 2009

Bio-Brot-Box II


Morgen startet in der Schule eine Großaktion, die ihreresgleichen sucht: Für alle Schulkinder des neuen 1. Schuljahres werden Brot-Boxen gepackt, die ein gesundes Schulfrühstück enthalten. Insgesamt 4000, die dann am 1. September in ganz Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis verteilt werden. An dieser Packaktion sind nicht nur die Kinder der 4c beteilit, sondern auch der Oberbürgermeister, Herr Dr. Müller, die Schuldezernentin, Frau Rose-Lore Scholz, und die neue Schulamtsdirektorin, Frau Jaqueline Brand. Daneben Vertreter der lokalen Presse.
Die Boxen werden mit Gemüse, Vollkornbrot, Leberwurst, Käse und Trockenobst gefüllt und sollen beispielhaft ein ausgeglichenes, vollwertiges Schulfrühstück abbilden.
Eine Kuriosität am Rande: Mit den Rosinen wird es etwas knapp, denn unsere fleißigen Frühstückskorb-Kinder füllten die Früchtekörbe mit den Rosinen, die im Vorbereitungsraum gelagert wurden. Unseren Kindern hat es gefallen - es kann jedoch sein, dass die Vorräte nun nicht mehr ausreichen.
Wir werden davon berichten.

Hausbesuche durch Lehrerinnen

Zur Befragung der Woche veranlasste mich eine junge Kollegin, die im Lehrerzimmer davon erzählte, die Eltern ihrer Klasse zu Hause aufzusuchen, um sich vorzustellen, die Ansichten über das Erziehungsverhalten in Elternhaus und Schule darzustellen und zu diskutieren und die Möglichkeiten gemeinsamer Vorhaben zu erörtern. Ich fühlte mich freudig an eigene Erfahrungen erinnert, die ich als junger Lehrer in dieser Hinsicht gemacht hatte. In den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war diese Art der Begegnung sehr verbreitet und geschätzt, und noch viele schöne Erinnerungen sind damit verbunden. Vor allem die Gastfreundschaft der "ausländischen " Eltern war eine einzigartige Erfahrung, die nicht nur große Freude bereitete, sondern auch gemeinsame, abgestimmte Eingriffe ermöglichte, wenn es mal nicht so lief wie gewünscht.
Wie stehen Sie dazu? Soll diese Tradition der freiwilligen Begegnung zwischen Eltern und Schule wieder aufgenommen werden? Wie beurteilen Sie als Eltern die wertschätzende Begegnung in ihrem Heim?
Lassen Sie es uns wissen!

Demokratiebewußtsein

Als pflichtbewußte Demokraten, die nicht auf ihre Rechte als Wahlbürger verzichten werden, erwiesen sich die Klarenthaler Eltern, die mit überwältigender Mehrheit erklärten, ihr Wahlrecht am 27. Spetember wahr zu nehmen. Gut so!

Samstag, 29. August 2009

Eine neues Video von K4


Zum Sommerfest führten wir eine Liedermacher-Aktion durch. Das Ergebnis sehen Sie hier.

Französisch geht weiter

Über viele Jahre hatte Frau Huhn die verantwortungsvolle Aufgabe übernommen, unsere Grundschulkinder mit Kopf, Herz und Hand auf die wunderschöne Sprache Französisch vorzubereiten. Nach über zehnjähriger Tätigkeit schied sie zum Schuljahresende aus persönlichen Gründen aus. Die Schulleitung ist ihr zu großem Dank verpflichtet.
Nun galt es, eine Nachfolgerin zu finden.
Und nun ist es gelungen: We proudly present Madame Ghanti, die nun diese Aufgabe weiterführen wird.
Die Termine für die Kurse: Freitag, 5. 'Stunde für die Kinder der 1. und 2. Jahrgangsstufe, Freitag, 6. Stunde für die Kinder der 3. und 4. Jahrgangsstufe.
Der Kurs ist kostenpflichtig: 5 € pro Monat.

Freitag, 28. August 2009

Frau Pröve geht nach Sonnenberg

Es gilt Abschied zu nehmen von einer geschätzten Kollegin, die unsere Schule in Richtung Sonnenberg verlässt. Dort war eine 1. Klasse ohne Lehrerin, ein Zustand, der -in diesem Fall einer Schulleiterin - schlaflose Nächte bereitete. Frau Pröve übernimmt nun die schwierige Aufgabe, sich mit kürzester Vorbereitungszeit auf die komplizierte und Nerven fetzende Beschulung einer 1. Klasse einzulassen.
Wir wünschen ihr für diese Tätigkeit viel Erfolg und die gebührende Anerkennung.
In der nächsten Woche wird eine neue Kollegin, Frau Schmitt, als "Ersatz" ihre Tätigkeit in der Geschwister-Scholl-Schule aufnehmen. Dass die Personalangelegenheit so unbürokratisch schnell erledigt werden konnte, verdanken wir der neuen Schulamtsdirektorin.

Ungerechtes Schulsystem - neue Studie

Zu den Geschichten um die Geschwister-Scholl-Schule zählen eigentlich nur interne Vorgänge, also das, was unmittelbar in dieser Schule geschieht. Aber hin und wieder drängen sich Entwicklungen von außen ins Blickfeld.
Aus diesem Grunde sei es gestattet, eine Studie zu erwähnen, von der SPIEGEL-ONLINE heute brichtet und die im folgenden wiedergegeben wird. Ein zusätzliche Rechtfertigung erhält der Abdruck, weil dem Schulleiter das Herz blutet, wenn er dieses liest - war er doch vor mehr als 40 Jahre zum Beginn seiner Berufslaufbahn angetreten, um diesen Missstand zu mildern.

Gute Noten und dennoch schlechte Chancen - auf die Schullaufbahn von Kindern hat der Bildungsstand ihrer Eltern großen Einfluss. Viele Schüler werden systematisch unterfordert, zeigt eine neue Studie: Sie landen auf der Hauptschule, obwohl sie zu mehr fähig wären.
Nach und nach enden die Sommerferien in den Bundesländern, viele Kinder wechseln von der Grund- auf eine weiterführende Schule. Und oft ist es dabei mit der Chancengleichheit nicht weit her: 17 Prozent besuchen einen Schultyp unterhalb ihres Leistungsniveaus (Underachievement in der Forscher-Fachsprache), weitere 13 Prozent eine Schule oberhalb ihres Potentials (Overachievement). Das ist das Ergebnis einer Studie des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, die am Mittwoch vorgestellt wurde.
Die Forscher untersuchten die Schullaufbahn von 900 repräsentativ ausgewählten Kindern. Sie kamen auf eine hohe Quote von Fehlentscheidungen, die große Konsequenzen für das weitere Leben haben können: Vor allem Kinder von Nicht-Akademikern gehen häufig nicht auf die Realschule oder das Gymnasium, obwohl sie dazu fähig wären. Für diese Kinder ist dieses Risiko zweieinhalb Mal so hoch wie für Kinder aus Akademikerhaushalten. Manche geprüfte Hauptschüler hätten sogar auf ein Gymnasium gehen können.
Zuvor hatte schon eine Reihe anderer Untersuchungen, vor allem im Umfeld der Pisa- und Iglu-Studien, gezeigt, dass der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und schulischen Chancen im stark selektiven deutschen Schulsystem deutlich größer ist als in den meisten anderen Ländern - und dass Lehrer mit ihren Schulempfehlungen häufig falsch liegen. Andere Bildungsforscher ermittelten sogar eine noch deutlich höhere Quote von Empfehlungen, die nicht durch die Noten und das Leistungspotential gedeckt sind, nämlich bis zu 50 Prozent, was Iglu-Forscher Wilfried Bos als "bildungspolitischen Skandal" wertete.
In ihrer Studie bestätigen auch die Berliner Bildungsforscher Heike Solga und Johannes Uhlig jetzt, wie deutlich der Einfluss des Bildungsgrades der Eltern auf die Schullaufbahn ihrer Kinder ist. Die Forscher testeten das Lernpotential der Schüler und stellten so für jede Schulform Mittelwerte auf. Unter Berücksichtigung einer Standardabweichung wurde so festgestellt, ob ein Schüler an seiner Schule unter- oder überfordert ist. Insgesamt ist der Anteil der Schüler, die nach der Grundschule auf eine falsche Schulform wechseln, hoch: 30 Prozent der Schüler besuchten einen Schultyp über oder unter ihrem Leistungsniveau, so die Studie.
"Das deutsche Schulsystem ist wenig begründbar"
Dabei ist Unterforderung bei Kindern aus Akademikerfamilien kaum ein Problem: Fast vier Fünftel besuchten das Gymnasium. Bei Schülern aus Haushalten ohne solchen Bildungshintergrund ist es dagegen nur rund ein Drittel. Bei Hauptschulen ergab sich das umgekehrte Bild: Dort lernt jedes vierte Kind aus einem nicht-akademischen Elternhaus - aber nur jedes zwanzigste Kind, dessen Eltern einen Hochschulabschluss haben.
Die Studie zeige, wie wenig begründbar "das deutsche Schulsystem mit seinen Zuweisungspraktiken zu unterschiedlichen, für den weiteren Lebensverlauf folgenschweren Bildungskarrieren ist", schreiben die Wissenschaftler. Systematische Unterforderung könne fatale Folgen haben: Vielen Kindern würden die Chancen auf ein späteres Studium frühzeitig verbaut. Sie könnten ihr Potential nicht nutzen, ihre Motivation in Bezug auf Bildung werde nicht genug gefördert. Eine Lösung könne sein, Jugendliche möglichst spät in unterschiedliche Bildungswege zu schicken.
Anders formuliert: Beim großen Sieben an Oberschulen greift die Unterschichtsbremse bisher höchst zuverlässig , wie auch eine Wiesbadener Studie zeigte. Wer allerdings längeres gemeinsames Lernen fordert, begibt sich gleich mitten hinein in den Glaubenskrieg ums richtige Schulsystem, schon seit dem Streit um Gesamtschulen in den siebziger Jahren ein echtes deutsches Reizthema. Damit machen derzeit Bundesländer, die ihre Schulen umbauen wollen, derbe Erfahrungen, etwa Bildungssenatorin Christa Goetsch im schwarz-grün regierten Hamburg. Dort läuft die Lobby der Gymnasial-Eltern Sturm gegen die Schulreform, obwohl lediglich die Verlängerung der gemeinsamen Grundschulzeit auf sechs statt vier Jahre geplant ist, nicht etwa die Wiederbelebung von Gesamtschulen.
Dabei gilt bei allen Veränderungen das Gymnasium stets als unantastbar: "Alle Eltern, die etwas zu sagen haben, die kampagnenfähig sind, schicken ihre Kinder aufs Gymnasium - die werden den Teufel tun, diese Schulform abzuschaffen", sagte Bildungsforscher Wilfried Bos im SPIEGEL-ONLINE-Interview. "Warum tun wir zehnjährigen Kindern den Stress an, sie mindestens ein halbes Jahr lang für den Schulwechsel zu drillen? Und warum lassen wir die Hauptschüler dumm in der Ecke stehen? Nur: Es wird nicht gelingen, das Gymnasium abzuschaffen. Wer das versucht, wird nicht wiedergewählt."

Donnerstag, 27. August 2009

Sekretärin -ein seltenes Gut

Für das Verwaltungspersonal der Schulen ist der Schulträger verantwortlich. Also für Schulsekretärin, Hausmeister und Reinigungskräfte. Ein teurer Spaß - nicht so teuer wie ein Dienstwagen im Urlaub, aber auf Dauer auch nicht ohne. Deshalb sinnt er auf Entlastung. Die Lösung: Einsatz an vielen Orten. Zum Verständnis: Die Sekretärin arbeitet an der Stammschule, dann in Wiesbadenes Norden, dann wieder im Süden. Was ist mit dem Osten oder gar dem Westen? Kein Problem - ESWE-Busse fahren überall hin. Ist irgendwo Bedarf: Wir erfüllen ihn. Doch was ist mit der Stammschule? Funkstille - Eltern telefonieren ins Leere.
Nun ist der Schulträger einer von der klugen Sorte. Auf seine Verantwortung für eine ausreichende Versorgung jeglicher Schule hingewiesen, wendet er geschickt die Stoßrichtung: Der Schulleiter ist doch für seine Schule verantwortlich. Also: Schulleiter, klage nicht, handle.
Da der nackte Mann keine gefüllte Taschen hat, bleibt nur Verzweiflung, bestenfalls Zynismus. Wer hat, der kann, wer nicht, sehe, wo er bleibe.
Wer nicht versteht, dem sei erklärt: Wenn Sie voller Verzweiflung denken, dass die Schule ein Dienstleistungsbetrieb sei, den Sie mit Ihren Steuergeldern finanziert haben, dann haben Sie sich geschnitten.
Wie war das noch mit der Demokratie: Der Soverän, das Volk, bestimmt die Bedingungen des polischen Handeln. Also, im September ist Wahltag!

Wenn es einmal regnet...


Kinder malen gern und besonders nach Vorlagen. Wie Studien herausfanden, bedienen sie sich beim Ausmalen nicht mehr den traditionellen Malbüchern, sondern den Angeboten des Internets. Eine unerschöpfliche Quelle für Ausmalangebote findet man hier.